Mein Vorsatz 2016 - Mehr Trainingspausen - Blog Beiträge - Sportliche Seite

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Mein Vorsatz 2016 - Mehr Trainingspausen

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Herausgegeben von in Training ·
Für das 2016 habe ich mir wieder mal einen Vorsatz gesetzt.
Es mag vielleicht komisch klingen, aber nein, ich will dieses Jahr nicht mehr trainieren und ich habe auch nicht vor im Sommerurlaub ein Sixpack spazieren zu führen. Ganz im Gegenteil, mein Ziel für laufendes Jahr lautet:

Mehr Trainingspausen
Ich lege ab sofort mehr Trainingspausen ein, konzentriere mich vermehrt auf die Regenerationsphasen und nutze die Erholungsphasen bewusst. Die Muskulatur mit Muskelkater und Ermüdungserscheinungen werden geschont, bis sie wieder ready sind. Gelenken und Sehnen wird die zusätzliche Anpassungszeit an neue/erhöhte Belastungen bewusst eingeräumt.

Genau, ihr habt richtig gelesen, mehr Trainingspausen. Das hat seine guten Gründe.
Während einem Workout erleidet die Muskulatur Mikroverletzungen, der Muskelaufbau hingegen erfolgt während der Regenerationsphase, also in der Trainingspause. Erst nach vier Tagen sind solche "Verletzungen" ausgeheilt und benötigen viel Protein (Eiweiss), Mineralstoffe, Spurenelemente und Vitamine. Noch länger braucht der Hormonhaushalt, um wieder ins Lot zu kommen, nämlich eine ganze Woche. An der Stelle ist noch zu beachten, dass die Muskulatur als erstes an grössere Belastungen angepasst wird. Da brauchen die Bänder schon mehr Zeit und die Knochenstruktur noch mehr.
Die Regenerationszeit hängt auch vom Alter, der Ernährung, dem Trainingszustand, der Trainingsintensität und -häufigkeit, der allgemeinen körperlichen und geistigen Verfassung sowie dem Stressfaktor (z.B. im Beruf) ab.
Der Regenerationsprozess kann beschleunigt werden, in dem genügend geschlafen wird (7, besser 8 Stunden) und richtig gegessen wird. Ebenfalls unterstützend können Massagen oder leichtes aktives Dehnen, hierbei wird die Durchblutung des belasteten Gewebes gefördert. 
Mit genügend Schlaf, vollwertiger Ernährung und leichtem Training kann man diesen Regenerationsprozess beschleunigen.
Kontraproduktiv hingegen wirkt sich das Bier danach aus. Das Gipfelbier schmeckt zwar sensationell, verschlechtert aber messbar die Magnesiumbilanz sowie die Ausschüttung des körpereigenen Wachstumshormons. Als Konsequenz daraus dauert die muskuläre Erholung und somit die verbundene Trainingsanpassung deutlich länger.
Räumen wir unserem Körper nicht genügend Erholungsphasen ein, so hat das über eher kurz als lang negative Auswirkungen. Diese können in Form von Verletzungen, chronische Entzündungen, Trainingsstillstand bis hin zu Muskel- und Strukturabbau führen. Was wiederum in Frustration, Stress, Unzufriedenheit, eingeschränkte Bewegungsfreiheit und Schmerzen enden kann, also all das, das wir eigentlich mit Sport verhindern wollten. Leser jüngeren Semesters können diese Zeilen allenfalls nicht nachvollziehen, aber irgendwann holt es uns alle ein ;-).

NICHT VERGESSEN: Für Pausen bedarf es vor- und nachher auch Training, intensivem Training!

Ps: Das mit dem Sixpack schaff ich vielleicht auch noch ;-)



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