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Training mit instabilen Hilfsmitteln

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Herausgegeben von in Training ·
Hast du schon mal mit Hilfe von instabilen Hilfsmitteln trainiert? Was das bringen soll? Lese weiter und du wirst es erfahren :-) 

Das Prinzip ist einfach, was instabil ist, versucht der Körper durch stabilisierende Ausgleichsbewungen zu kompensieren. Was die Schwerkraft herunterziegt, muss die Muskulatur versuchen mit Kraft entgegenzuhalten. Solche Bewegungen erforderen zusätzliche Muskel(-fasern) und diese müssen mit den Muskeln zusammenarbeiten, welche die eigentliche Übungen ausführen.

Dieser Umstand bringt mehrere Vorteile:
  1. Gegenüber dem gleichen Bewegungsablauf mit stabilen Hilfsmitteln, benötigt oben erwähnte Varianten zusätzliche Muskelfasern und -gruppen. Es werden also gleichzeitig mehr Muskeln und Muskelfasern trainiert.
  2. Da nun mehr Muskeln miteinander agieren müssen, wird auch die Kommunikation und Koordination zwichen einander optimiert. Es entstehen neue Synapsen (neurologische Verknüpfungen). Hier spricht man von intermuskulärem Training.
  3. Um der Zusatzbelastung Stand halten zu können, muss aber auch jeder einzelne Muskel selbst stärker arbeiten. Das Zusammenspiel zwischen den beiden Muskelfasertypen (schnell und langsam Zuckende) werden mehr gefordert. An der Stelle geht es um das intramuskuläre Training.
  4. Stabilisierende, ausgleichende Bewegungen trainieren die Tiefenmuskulatur, welche massgebend für eine gute und gesunde Körperhaltung sind.
  5. Es wird nicht nur Kraft trainiert, sondern auch das Gleichgewicht und die Koordination.
  6. Das alles führt zu mehr Körperspannung und Stabilität und ist somit auch gutes Mittel zum Zweck, um das Verletzungsrisiko bei anderen Sportarten (Skifahren, Biken, Rollerbladen, Tanzen, Kampfsport, usw.) zu reduzieren.
  7. Last but not least braucht es nicht mal mehr Zeit, als ein ordentliches Training. Es werden also in der gleichen Zeit mehr Muskel(-fasern) trainiert, was zu einer hohen Effizienz führt.

Grundsätzlich gilt, je instabiler die Hilfsmittel sind, desto effekiver ist das Ganze. Es ist aber auch zu beachten, dass je wackliger die Angelegenheit ist, umso schwieriger ist die Durchführung. Ich empfehle deshalb ein langsames herantasten an diese neue Trainingsvariante.

Als Hilfsmittel hierzu können dienen:
  • Schlingen (TRX-Bänder)
  • Balance Pad
  • Wackelbrett
  • Gymnsatik Ball
  • Gymnastik Matten (halbieren oder vierteln)
  • Vibrationsplatten
  • ...

Je nachdem welche Hilfsmittel verwendet werden, können verschiedene Übungen durchgeführt werden. Im Endeffekt gibt es keine Muskelgruppen, die nicht zusammen mit irgendwelchen instabilen Hilfsmitteln durchgeführt werden können.

Gerne führe ich mit dir ein solches Training durch, Muskelkater ist garaniert :-)
Mehr zu Trainingsvarianten findest du auch HIER.




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